Das Único — International Amateur Film Festival entstand aus der Verpflichtung, dem Kino, das außerhalb von kommerziellen und industriellen Kreisen geschaffen wurde, einen Mehrwert zu bieten. Filme, die zu Hause, in Schulen, in Gemeinschaften oder aus persönlicher Dringlichkeit und Zuneigung entstanden sind. Familienaufzeichnungen, lokale Erzählungen, poetische Gesten, unvollendete Versuche — das Amateurkino stellt ein riesiges und weitgehend unsichtbares visuelles Erbe dar, das dieses Festival enthüllen, hinterfragen, bewahren und reaktivieren will.
Das Festival lehnt Beschränkungen von Produktionsjahren ab und erkennt an, dass Amateurkino oft außerhalb institutioneller Zeitpläne existiert. Viele Filme bleiben jahrelang unsichtbar und warten auf ihre erste öffentliche Begegnung. Único bekennt sich zur Entdeckung als kuratorisches Prinzip, begrüßt Filme, die in allen Epochen entstanden sind, und legt Wert auf ihre Relevanz in der Gegenwart und nicht auf ihr Produktionsdatum.
Die Gebühren sind so konzipiert, dass sie zugänglich bleiben, Inklusivität fördern und gleichzeitig zur Nachhaltigkeit des Festivals beitragen.
Das Programm vereint mehrere Dimensionen des Amateurfilms:
die Präsentation und Aktivierung audiovisueller Archive;
Schaffung von Kinos und Austausch innerhalb von Schulen;
Begegnungen und Gespräche über Erinnerung, Zugang, Bildung und Territorien;
und internationale Sessions mit Partnern aus Kultur und Bildung, darunter Institutionen, die unter schwierigen sozialen oder geopolitischen Bedingungen arbeiten.
Durch die Schaffung eines gemeinsamen Raums für Filmemacher, Pädagogen, Archivare und das Publikum positioniert Único das Amateurkino nicht als marginale Praxis, sondern als lebendiges Experimentierfeld, Aufmerksamkeit und kollektiver Autorschaft.